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Sand als natürlich vorkommender Rohstoff wird in unmittelbarer Nähe zum jeweiligen Produktionsstandort gewonnen.

Heute ist einfach alles nachhaltig: der Strom aus der Steckdose, die Wurst aus dem Discounter und die Sonnencreme aus dem Drogeriemarkt. Schließlich gilt es, beim Verbraucher das schlechte Gewissen zu beruhigen. Mit Nachhaltigkeit verbindet man grundsätzlich positive und umweltschonende Eigenschaften. Je mehr Dinge des täglichen Lebens nachhaltig werden, desto weniger ist klar, worum es bei Nachhaltigkeit eigentlich geht.

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Vergeblich sucht man nach der einzig gültigen Definition von Nachhaltigkeit. In der Wirtschaft zielt Nachhaltigkeit auf andere Aspekte ab als im ökologischen Umfeld. Grundidee für alle Nachhaltigkeitsansätze ist, dass es unseren Enkeln mindestens genauso gut gehen sollte wie uns heute. Daraus entwickelte sich der Gedanke, dass von den vorhandenen Rohstoffen nur so viel verbraucht werden sollte, wie zwingend notwendig ist bzw. wie während der Gebrauchsphase auch wieder nachwachsen kann.

Heute spielt die Nachhaltigkeit auch beim Bauen eine wichtige Rolle. So gibt es weltweit anerkannte Zertifizierungsverfahren, die ein mehr oder weniger nachhaltiges Bauen und Nutzen von Gebäuden dokumentieren. Wesentlicher Aspekt dieser Zertifizierungen sind die verwendeten Baustoffe. Deren Ökobilanzen fließen in die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden mit ein. Berücksichtigt werden dabei unter anderem der energetische Aufwand für die Gewinnung und Bereitstellung der notwendigen Rohstoffe, der energetische Aufwand für die Produktion, die Logistik sowohl der Rohstoffe, der Halbzeuge sowie der Endprodukte, die Verarbeitung auf der Baustelle und die Rücknahme der Verbrauchsreste, die Lebensdauer und schließlich die Weiterverwertbarkeit nach Ablauf der Nutzungsphase.

Wände bestehen in der Regel aus mehreren funktionalen Schichten. Bei der Bewertung der Nachhaltigkeit müssen deshalb neben dem Wandbaustoff die weiteren Komponenten zur Erzielung von gewünschten oder geforderten bauphysikalischen Eigenschaften wie Schall- und Brandschutz mitberücksichtigt werden. Dank seiner produktspezifischen Eigenschaften bringt Mauerwerk aus UNIKA Kalksandstein schon eine Vielzahl der notwendigen und geforderten Funktionen „von Natur aus“ mit.

UNIKA Kalksandsteine bestehen aus den natürlich vorkommenden Rohstoffen Kalk und Sand. Der Sand wird in unmittelbarer Nähe zum jeweiligen Produktionsstandort gewonnen. Kurze Transportwege führen deshalb schon bei der Rohstoffbereitstellung zu einer günstigen Ökobilanz. Die Materialien werden unter Zusatz von Wasser gemischt, zum Rohling gepresst und unter Dampfdruck energieeffizient gehärtet. Als einziges Bindemittel kommt Kalk zum Einsatz. Restmaterial, welches bei der Herstellung entsteht, kehrt als Zuschlag direkt in den Produktionsprozess zurück. Das gesamte Herstellungsverfahren ist schadstoffarm. Geliefert wird der nachhaltige Mauerwerksbaustoff innerhalb regionaler Lieferzonen. Als besonders widerstandsfähiger Baustoff ist UNIKA Kalksandstein unbegrenzt haltbar und überdauert schadlos die Nutzungszeit der daraus errichteten Gebäude. Nach einem Rückbau könnte der Wandbaustoff ohne Einschränkungen erneut verwendet werden. Aktuell wird aufbereitetes Kalksandstein-Abbruchmaterial jedoch überwiegend für den uneingeschränkten Einbau als Verfüllungen z.B. im Erd-, Straßen- und Wegebau sowie als Vegetationssubstrat oder als Abdeckung zum Abbau von schädlichen Gasen auf Deponien genutzt.

Schon seit längerem wird Holz als der alternative, weil nachhaltige Rohstoff dargestellt, jedoch lohnt sich genaueres Hinsehen. Die Verwendung von Holz ist nur klimaneutral, wenn zu den bestehenden Waldflächen, die als „grüne Lunge der Welt“ bezeichnet werden, weitere Flächen für das aktuell benötigte Nutzholz hinzukämen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall, wie die aktuelle Tendenz zeigt: während der weltweite Bedarf an Nutzholz immer weiter steigt, werden täglich große Waldflächen gerodet und einer anderen Nutzung zugeführt. Nicht nur in Kanada und Südamerika, sondern auch in den skandinavischen, osteuropäischen und asiatischen Waldregionen wird mehr Holz geschlagen, als nachwächst. Dennoch kann die rapide angestiegene weltweite Nachfrage nicht ausreichend bedient werden, was zu einem unkalkulierbaren Preisanstieg führte. Wer heute z.B. Leimholzbinder bestellt, muss mindestens 6 Wochen darauf warten, ohne zu wissen, wie teuer diese sein werden.

Zudem ist für eine normgerechte Herstellung von Wänden aus Holz ein vielfach größerer logistischer Aufwand nötig, als allgemein angenommen. Eventuell wird das Holz regional geschlagen, muss dann aber zur speziellen Weiterverarbeitung und Aufbereitung weite Strecken zurücklegen. Um mit Holz die gleichen Eigenschaften einer massiven Wand aus KS-Mauerwerk zu erzielen, sind erhebliche Zusatzmaßnahmen bzw. Zusatzbaustoffe notwendig, die sich ebenfalls negativ auf die Nachhaltigkeitsbilanz und die Kosten auswirken.

In Sachen Weiterverwertung sieht es für Holz aus dem Abriss von Gebäuden weltweit ziemlich schlecht aus: so wird der größte Teil der thermischen Verwertung zugeführt. Auf diesem Wege gelangt das ehemals gespeicherte CO2 auf direktem Wege zurück in die Atmosphäre und belastet das Klima zusätzlich.

Betrachtet man bei Gebäuden die tatsächliche Nutzungsdauer oder die Anfälligkeit gegen Schäden wird schnell klar, dass massive Gebäude aus Kalksandstein Ökologie, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit bestens vereinen. Unter Berücksichtigung der aufgezeigten Aspekte überzeugt der Mauerwerksbaustoff UNIKA Kalksandstein von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, den Transport, der Nutzung als Baumaterial bis hin zum Rückbau und Recycling ganz natürlich.